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Stefan Bircheneder | Malerei
20.10.-22.12.2019

Die Stiftung Museum Modern Art – Sammlung Jürgen Blum präsentiert mit Unterstützung des Fördervereins
eine beeindruckende Einzelausstellung des Malers Stefan Bircheneder aus Vilshofen/Donau. In seinen fotorealistischen Ölgemälden und Bildobjekten aus dem Zyklus „Nur für Personal“ setzt Bircheneder Industrieruinen so in Szene, dass man die Spuren der Menschen noch deutlich wahrnehmen kann oder lässt den Betrachter seiner gemalten Objekte zum Akteur und neugierigen Entdecker werden.

Vernissage:
Sonntag, 20.10.2019, 15 Uhr
mit Swing und Blues von Mike Jehn

Für das leibliche Wohl wird der Förderverein MMA sorgen.

 

Flyer "Stefan Bircheneder"(PDF)


 

Abb.: Stefan Bircheneder, „Polyester“, 2018, Öl auf Leinwand, 280 x 150 cm; Foto: Wolfram Schmidt


Abb.: Stefan Bircheneder, „Stillleben 7“, 2019, Öl auf Leinwand, 180 x 40 x 7cm, aufklappbar

In seinen meist großformatigen Ölgemälden setzt sich Bircheneder fotorealistisch mit Industrieruinen und verlassenen Arbeitsorten auseinander. Seine menschenleeren Panoramen und Nahaufnahmen aus stillgelegten Fabriken halten konservatorisch die Entstehung und Entwicklung unserer Industriekultur fest. Die Spuren der Menschen sind noch zu erahnen und so werden Sie zu Akteuren der verlassenen Szenarien. Bircheneder malt überwiegend mit Öl auf Leinwand in Lasurtechnik.

Die in Hünfeld gezeigten Arbeiten sind Bestandteil des Zyklus „Nur für Personal“. Mit dieser Werkreihe fokussierte sich der Künstler auf die Privatssphäre von Arbeitern in Fabriken anhand von Bildobjekten und Leinwandgemälden von Sozialräumen innerhalb von Produktionsstätten. Die fehlende figürliche Darstellung der Arbeiter im Werk von Stefan Bircheneder wird mit diesen Bildobjekten aufgehoben und die Abwesenheit der Protagonisten wird ersetzt durch ihre Hinterlassenschaften und sie werden somit präsent. Die als Trompe-l’oeil angelegten Variationen von Spindtüren gewähren uns einen Einblick in den intimen Rückzugsort der Angestellten – den Spind.