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ÜBER DAS MUSEUM MODERN ART

VOM GASWERK ZUR BEGEGNUNGSSTÄTTE FÜR KUNST UND KULTUR

Am 28. September 2014 eröffnete das Museum Modern Art im Alten Gaswerk Hünfeld wieder vollständig seine Türen. Nach Schließung im Mai 2012 und einer Teileröffnung im März 2014 sind nun sämtliche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen sowie die Stiftungssicherung abgeschlossen, so dass der Museumsbetrieb unter neuer Führung und mit neuem Konzept wieder im vollen Umfang aufgenommen werden kann.

 

Das seit 1990 bestehende Museum im ehemaligen Gaswerk der Stadt Hünfeld hat in den vergangenen Jahren überregional Bekanntheit als Begegnungsstätte für Konkrete Kunst erlangt.

Neben dem Hauptgebäude, ein denkmalgeschützter Jugendstilbau aus dem Jahre 1907, ergänzen zwei Gasometer sowie moderne Ausstellungspavillons die Museumsräume auf eine Fläche von über 1.000 Quadratmetern. Mit dieser Kombination aus Industrie- und Funktionsarchitektur bietet sich dem Besucher ein einzigartiges Ambiente.

Im neugestalteten Außengelände mit einem früheren Bahndamm an der Rückseite des Hauptgebäudes wird eine umfangreiche Skulpturenausstellung gezeigt.

Kurator Günter Liebau

Zur Einlagerung der Sammlung Jürgen Blum wurde in den Museumsräumen ein neues Depot gebaut, das sich über drei Räume erstreckt. Um eine optimale und konstante Klimatisierung des rund 100 Quadratmeter großen Archivs zu gewährleisten, wurde in diesem Frühjahr eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe in Betrieb genommen.

Mit den neuen künstlerischen Leitern, Künstler und Galerist Günter Liebau sowie Designer Peter Liebau, ist auch eine neue Konzeption für das Museum Modern Art verbunden:

Zum einen beherbergt es fortan die umfangreiche Kunstsammlung des Museumsgründers Jürgen Blum aus dem Bereich der konkreten reduzierten Kunst.

Zum anderen werden ab diesem Jahr auch wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst unterschiedlicher Stilrichtungen im Museum Modern Art präsentiert. So ist noch bis Ende des Jahres eine vielschichtige Wettbewerbsausstellung zu sehen, für die sich rund 200 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern beworben hatten. Durch spannende Kontraste und regelmäßige neue Impulse beabsichtigen die Kuratoren mit der Neuausrichtung die Attraktivität des Hünfelder Museums zu steigern. Dies bedeute keine Abkehr von der Konkreten Kunst, die auch weiterhin den größeren Teil der Ausstellungsfläche füllen werde, sondern trage insbesondere der Entwicklung der Besucherzahlen vor der Museumschließung Rechnung. So wurden in den letzten Jahresausstellungen nicht mehr alle Exponate ausgetauscht, was zur Folge hatte, dass zwar die Vernissage einer großen Gruppenausstellung ein volles Haus garantierte, jedoch in den Folgemonaten die Besucher weitgehend ausblieben. Damit nicht nur das sanierte Gebäude einen zweiten Frühling erlebe, solle das Besucherinteresse zum einen durch gelegentliche Rotation innerhalb der Dauerausstellung und zum anderen durch regelmäßige Sonderausstellungen, durchaus auch anderer Strömungen zeitgenössischer Kunst, aufrecht erhalten werden.